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japanische Teezeremonie

Die Japanische Teezeremonie (jap.: sado oder veraltet chado), auch bekannt als Teeweg und Teeritual, steht in ihrer zugrundeliegenden Philosophie dem Zen nahe. Es ist eine aus der alten japanischen Kultur stammende Zusammenkunft, welche in ihrem Ablauf bestimmten Regeln folgt. Hierbei werden einem oder mehreren Gästen von einem Gastgeber Tee und leichte Speisen gereicht. Um dem Gast die Möglichkeit zur inneren Einkehr zu bieten, findet die Zusammenkunft in einem bewusst schlicht eingerichteten Teehaus statt.


historische Hintergünde

Matcha und dessen Herstellungsmethode stammt wesentlich nicht aus Japan, sondern China. In der Sung Dynastie in China wurde Matcha entwickelt und im Jahr 1191 hat ein japanischer buddhistischer Mönch Eisai, der in China Zen (eine Art des Buddhismus, siehe "Matcha und Zen") studiert hatte, Matcha nach Japan gebracht.

Am Anfang war Matcha eine Luxusware. Aber unter dem Einfluss von Zen wurde Matcha und die Teezeremonie immer beliebeter und wurde allmählich ein Teil der japanischen Kultur. Bis zum 13 Jahrhundert hatte sich die Teezeremonie zwischen Samurai-Kämpfern als fester Bestandteil ihrer Gepflogenheiten etabliert.

Shu-ko (1423-1502) war der Pioneer von Chano-yu (ursprünglicher Name von Sado). Er war ein Mönch des Buddhismus und als er nach Kyoto kam, fand er, dass es zwischen dem Geist von Chano-yu und Buddhismus viel Gemeinsamkeit gäbe und so hat er den "Chano-yu-Geist" in ursprüngliche Form von Wabi-Cha (Formalismus und Philosophie zur Teezeremonie) sublimiert, indem er den Geist von Chano-yu und Buddhismus verbunden hat.

Vier Jahrhunderte nach der Einführung von Matcha in Japan, kam die Blütezeit des Matcha. In dieser Zeit wurde die Teezeremonie überraschend populär und der Formalismus der Teezeremonie galt als Standardwissen für gebildete Leute.

Takeno Jo-O (1502-1555) hat den Formalismus der Teezeremonie erlernt und in raffinierter Kunstform etabliert. Weiterhin hat sein Schüler Senno Rikyu (1522-1591), der berühmte Tee-Meister, den Geist und Formalismus von Wabi-Cha vervollständigt. Er diente erst Oda Nobunaga (1534-1582), der gröste Daimyo in Kriegszeiten, danach war er ein Gefolgsmann von Toyotomi Hideyoshi (1536-1598). Rikyus Teephilosophie hieß, je geringer man das hat, was überflüssig ist, um so höher erhöht man sich auf einer geistlige Ebene. Auf diese absolute geistlige Stufe legte Rikyu das Ziel des "Wabi-cha-Geistes". Dank seiner unbeschreiblichen Beiträge kam die Teezeremonie einerseits formalistisch, anderseits philosophisch und geistlich in ihre Vollkommenheit. Aber Rikyus Wabi-cha passte nicht zu Hideyoshis Teebegriff, nachdem die Teezeremonie luxuriös und locker sein muss. Aus diesem Grund wurde Rikyu von Hideyoshi der Selbstmord (Seppuku, Harakiri) befohlen.