Was ist Sake?
Sake ist ein
traditionelles, alkoholisches Getränk aus
Japan. Es handelt sich um einen Reiswein, der
sowohl heiß als auch kalt getrunken werden
kann. Hergestellt wird er aus speziellen
Sakereissorten, die fermentiert werden. Je
höher der Grad der Polierung der Reiskörner
auf eine Bruchteil der ursprünglichen
Größe, desto stärker ist die Veredelung
und das Aroma des Reisweines.
Sake wird heiß aus
kleinen Bechern und kalt traditionell aus
viereckigen Zedernholzbechern getrunken.
Heutzutage wird kalter Sake auch in
Weingläsern serviert. So wie auch Wein
passen die unterschiedlichen Sakesorten zu
verschieden Arten von Speisen. Die
Qualitätsspanne ist dabei sehr weit. Vom
einfachen Genuss aus der Dose bis hin zu sehr
exklusiven Sorten, die Blattgold enthalten
können oder nach Art auch über Jahrzehnte
in traditionellen Holzfässern gelagert
werden, ist für den Sakeliebhaber alles zu
haben.
Saketypen
Eine
schematische Darstellung verdeutlicht die
unterschiedlichen Sakegrade. Je höher die
Ebene, desto höher ist auch der Grad der
Qualität und des Preises.
Die sechs
im Schema beschriebenen Saketypen gehören
zur Premium Klasse (Tokutei Meishoshu)
und nehmen einen Anteil von ca. 20% der
Sakeproduktion in Japan ein. Davon können
wiederum die oberen vier Typen der "Ginjo-Shu"-Reihe
als Super-Premium Sake bezeichnet werden. Sie
nehmen ca. 6% der gesamten Sakeproduktion
Japans ein.
"Futsuu-Shu"
ähnelt der Kategorie von Tafelweinen und
qualifiziert sich nicht als Premium Sake. In
der Regel wird dieser Sorte ein erheblicher
Anteil an destiliertem Alkohol hinzugefügt,
um die Menge nachträglich zu erhöhen. Der
Anteil dieser Art beläuft sich auf ca. 80%
der gesamten japanischen Sakeproduktion.
Einigen dieser Sakesorten werden sowohl
Zucker, als auch organische Säuren
zugefügt, um den Geschmack zu verbessern.
Dabei enthällt keine dieser Sakesorten
Konservierungsstoffe.
Trotz der
Klassifizierung bestehen große
Überschneidungen der jeweiligen Gruppe, so
dass das auf der nächsten Seite dargestellte
Schema lediglich der Orientierung dient. Es
gibt eine Vielzahl an Sakesorten, die zwar
nicht zur Premiumklasse gehören, aber
ebenfalls für sich sehr einzigartig und
besonders genussreich sind. Entscheidend ist
leztendlich allein der persönliche
Geschmack.
Warum wird der Reis poliert?
Die Stärke, die für
die Fermentierung zur Herstellung von Sake
benötigt wird, befindet sich im Kern des
Reiskornes (es werden andere Reisorten für
die Produktion von Sake verwendet als für
den Verzehr). In den äußeren Schichten
finden sich Fette, Proteine, Aminosäuren und
weitere Inhaltsstoffe, die den Geschmack
nachhaltig beeinflussen können. Werden diese
Schichten vor der Fermentierung wechpoliert,
so ist das Ergebnis ein Sake, der klarer,
eleganter und "more refined" ist
und gleichzeitig die natürlichen Aromen
unverfälscht hervorhebt.
Als einfache Definition
gilt, je höher der Polierungsgrad der
verwendeten Reiskörner, die zum Brauen
benutzt werden, desto höher ist der Grad der
Sakesorte. Beispielsweise wird die äußere
Schale der Reiskörner beim Junmai-Shu
und Honjozo-Shu zu 30% abgeschält,
so dass rund 70% des ursprünglichen
Reiskornes zur Herstellung des Sakes
zurückbleiben.
Bei den Angaben des
prozentualen Polierungsgrades sind hier
lediglich die minimalen Anforderungen zum
Brauen von Sake angegeben. Häufig wird der
Reis stärker poliert als es je nach Grad
gefordert wird. Beispielsweise wird beim Daiginjo-Shu
oftmals der Reis auf 35% seiner
ursprünglichen Größe reduziert, d.h. 65%
seiner äußeren Schale sind abgeschält
worden.
Sake Rangfolge
Rang-
folge |
Ohne
zugefügten Alkohol* |
Mit
zugefügtem Alkohol* |
 |
Junmai
Daiginjo-shu Aus der Kategorie
des Junmai Ginjo-Shu. Sehr hoher
Polierungsgrad der Reiskörner
(wenigstens auf eine Größe von 50%**).
Extrem präzise und besonders
arbeitsintensive Methode der Herstellung.
Die Spitze der Braukunst. Leicht,
vollmundig und mit duftigem Bouquet.
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Daiginjo-shu Aus der Kategorie
des Ginjo-Shu. Sehr hoher
Polierungsgrad der Reiskörner
(wenigstens auf eine Größe von 50%**).
Extrem präzise und besonders
arbeitsintensive Methode der Herstellung.
Die Spitze der Braukunst. Leicht,
vollmundig und mit duftigem Bouquet.
|
| Junmai
Ginjo-shu Gebraut in
arbeitsintensiven Schritten. Der Gebrauch
von Maschinen wird vermieden, stattdessen
werden traditionellen Geräten und
Methoden verwendet. Hoher Polierungsgrad
der Reiskörner (wenigstens auf eine
Größe von 60%**). Bei kalten
Temperaturen über eine längere
Zeitspanne fermentiert. Leicht, fruchtig
und aromatisch.
|
Ginjo-shu Gebraut in
arbeitsintensiven Schritten. Der Gebrauch
von Maschinen wird vermieden, stattdessen
werden traditionellen Geräten und
Methoden verwendet. Hoher Polierungsgrad
der Reiskörner (wenigstens auf eine
Größe von 60%**). Bei kalten
Temperaturen über eine längere
Zeitspanne fermentiert. Leicht, fruchtig
und aromatisch.
|
| Junmai-shu Hergestellt nur aus
Reis, Wasser und Koji Schimmelpilz.
Der Reis wird auf eine Größe von
wenigstens 70% poliert. Volle, kräftige
und klar definierte Geschmacksstruktur.
Tokubetsu
Junmai-shu (Spezielles Junmai-Shu)
verweist auf einen höheren
Polierungsgrad der Reiskörner oder den
Gebrauch einer speziellen Sakereissorte.
|
Honjozo-shu Hergestellt aus
Reis, Wasser, Koji-Schimmelpilz und einer
geringen Menge destilliertem Alkohol als
Hilfsmittel zum verstärkten Extrahieren
des Aromas.
Tokubetsu
Honjozo-Shu or (Spezielles Honjozo-Shu)
verweist auf einen höheren
Polierungsgrad der Reiskörner oder den
Gebrauch einer speziellen Sakereissorte.
|
*
Nachträglich hinzugefügter Alkohol:
Günstige Sakesorten enthalten häufig einen
hohen Anteil an zugefügtem destilliertem
Alkohol in der Endphase der Herstellung, um
den Alkoholgehalt zu erhöhen. Bei den
Premiumklassen, wie bei den Sakesorten aus
der rechten Spalte (Honjozo-Shu,
Ginjo-Shu, Daiginjo-Shu) wird in der
Endphase der Herstellung lediglich eine
geringe Menge an destilliertem Alkohol
nachträglich hinzugefügt. In diesem Fall
geschieht dies nicht, um den Alkoholgehalt zu
erhöhen, sondern um in einer kontrollierten
Art und Weise die besonders aromatischen und
geschmackvollen Inhaltsstoffe, die im Alkohol
löslich sind, aus der gärenden Masche zu
ziehen, während der fertige Sake von den
nicht fermentierten Feststoffen getrennt
wird. Eine durchaus zulässige Form zur
Fertigung eines Sake von sehr hoher
Qualität.
**Polierungsgrad
von Reissorten: Als einfache
Definition gilt, je höher der Polierungsgrad
der verwendeten Reiskörner, die zum Brauen
benutzt werden, desto höher ist der Grad der
Sakesorte. Beispielsweise wird die äußere
Schale der Reiskörner beim Junmai-Shu
und Honjozo-Shu zu 30% abgeschält,
so dass rund 70% des ursprünglichen
Reiskornes zur Herstellung des Sakes
zurückbleiben.
Bei den Angaben des prozentualen
Polierungsgrades sind hier lediglich die
minimalen Anforderungen zum Brauen von Sake
angegeben. Häufig wird der Reis stärker
poliert als es je nach Grad gefordert wird.
Beispielsweise wird beim Daiginjo-Shu
oftmals der Reis auf 35% seiner
ursprünglichen Größe reduziert, d.h. 65%
seiner äußeren Schale sind abgeschält
worden.
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Geschmacksprofile
Junmai-Shu
Der Geschmack
ist für gewöhlich ein wenig schwerer und
voller als der von anderen Sorten. Der
Säuregehalt ist ebenfalls etwas höher. Junmai-Shu
benennt puren Sake ohne Zusätze wie Zucker,
Stärke oder Alkohol.
Honjozo-Shu
Geschmacklich
ist der Honjozo-Shu eher leicht und
oftmals etwas trocken. Honjozo-Shu
wird ein wenig destillierter Alkohol
hinzugefügt um den Geschmack etwas
abzurunden und das Aroma besonders
hervorzuheben. Honjozo-Shu wird auch
gern warm getrunken.
Ginjo-Shu
Der Geschmack
ist komplexer und delikater als der von Junmai-Shu
oder Honjozo-Shu Sake. Bei der
Herstellung werden spezielle Stärke und
niedrigere Fermentationstemperaturen
eingesetzt. Aber diese arbeitsintensiven
Techniken erschaffen einen Geschmack und ein
Aroma das oftmals fruchtig und blumig
zugleich ist.
Daiginjo-Shu
Daiginjo-Shu
ist eine Verbesserung des Ginjo-Shu.
Der Reis wird vor der Herstellung auf 50% oft
sogar auf bis zu 35% geschält. Die
Herstellung wir mit noch mehr Bedacht
ausgeführt um diesen absoluten Premium-Sake
zu erschaffen.
Namazake
Namazake
ist Sake, der nicht pasteurisiert wurde. Er
sollte immer kühl gelagert werden oder der
Geschmack und die Klarheit können leiden.
Nemazake hat einen frischen, lebhaften
beigeschmack.
Alle Typen von
Sake (Jumai-Shu, Honjozo-Shu, Ginjo-Shu
und Daiginjo-Shu) können Namazake sein.
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